Allgemeines zu Tagesgeld und Sparbuch

Grundsätzlich ist Tagesgeld gleich konzipiert, wie ein herkömmliches Sparbuch. Aufgrund der hohen Sicherheit zählen diese Sparformen heutzutage zu den beliebtesten Anlageformen, wobei erfahrungsgemäß und aus Tradition ältere Kunden lieber zum bewährten Sparbuch greifen. Jüngere Sparer hingegen bevorzugen bereits im vermehrten Maße Tagesgeld, um ihr Geld anzulegen. Im Fachjargon gehören Tagesgeld und Sparbuch zu den sogenannten Sichteinlagen, die auch der gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung der Banken unterliegen. Somit sind in Österreich alle Tagesgeld- und Sparbuchguthaben bis zu einer Höchstgrenze von maximal 100.000 Euro durch einen Sicherungsfonds abgesichert, der durch die Banken ununterbrochen sicherzustellen ist. Im Gegensatz zum Sparbuch ist das Tagesgeld aber mit höheren Zinsen ausgestattet bzw. hat der Kunde bei Tagesgeld keine Kündigungsfristen einzuhalten. Im Zugriff auf das Guthaben gibt es keine Unterschiede. Bei beiden Anlageformen ist ein jederzeitiger Zugriff auf die Spareinlagen für Abhebungen und Einzahlungen möglich. Bei Tagesgeld ist dafür aber ein Referenzkonto erforderlich, auf das der gewünschte Betrag zu überweisen ist. In Zeiten einer Inflation ist Tagesgeld gegenüber dem Sparbuch aber im Vorteil, da es einer Geldentwertung weniger ausgesetzt ist. Allerdings sind Tagesgeld und Sparbuch nicht dafür geeignet, um regelmäßige Überweisungen vorzunehmen.

Steuerliche Belastung und Verzinsung

Bezüglich der Steuerbelastung gibt es zwischen Tagesgeld und Sparbuch keine Unterschiede, denn bei beiden ist die gesetzlich festgelegte Kapitalertragssteuer (KESt) auf die Zinsen an den Staat abzuführen. Sind die Zinsen bei einem Sparbuch von Bank zu Bank unterschiedlich und eher bescheiden, werden auf Tagesgeld in der Regel höhere Zinsen gewährt. Dabei kann der Unterschied je nach Bank zwischen 0,8 % auf ein Sparbuch und 2,7 % für Tagesgeld liegen. Werden die Zinsen auf ein Sparbuch mit der jährlichen Inflationsrate verglichen, liegen sie oft unter dieser Richtmarke und vermindern eigentlich den Wert des Sparguthabens. Zudem richtet sich der Zinssatz auf Tagesgeld nach dem von der Europäischen Zentralbank festgelegten Leitzinssatz. Dieser kann täglich steigen oder fallen und beeinflusst so auch die Zinsen, die bei Tagesgeld anfallen. Des Weiteren bieten viele Banken auf Tagesgeld eine vierteljährliche Verzinsung des Guthabens an. Aber auch monatliche und jährliche Verzinsungen sind bei Tagesgeld möglich. In diesem Fall profitiert der Sparer öfter durch den Zinseszinseffekt, der bei einem Sparbuch in der Regel nur einmal im Jahr aufgerechnet wird.

Die Kündigungsfristen

In der Praxis gibt es bei Tagesgeld keine Kündigungsfrist und ein Wechseln des Anbieters ist daher jederzeit ohne große Formalitäten möglich. Im Bereich der Sparbücher gibt es in Österreich grundsätzlich Sparbücher, die mit dem Eckzinssatz versehen sind und eine 3-monatige Kündigungsfrist haben bzw. jene, die mit vereinbarten Kündigungsfristen (z. B. 6, 12, 18 etc. Monate) und mit zwischen dem Sparer und der jeweiligen Bank vereinbarten Zinsen abschlossen werden. Hier gilt auch der Grundsatz, je länger die Einlage gebunden ist, desto höher ist auch der Zinssatz.


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